Posts by Angarvater

    Soeben wurde auf der Werft die Kiellegung eines 86 Fuß Boyer in Angriff genommen.

    Dem Bau liegen wieder die Pläne von Ab Hoving zu grunde.

    Es handelt sich um ein Schiff wie es Senator Witsen 1671 beschrieben hat.Dabei handelt es sich um einen Küstenfrachter und nicht um eine Jacht wie sie in späteren Zeiten aus diesem Schiffstyp entwickelt wurde.

    Sehr robuste und seegängige Schiffe, die nicht nur in den Küsten- und Binnengewässern sondern in ganz Mittel- und Nordeuropa eingesetzt worden sind.

    Da es gerade erst los geht hier nur ein Bild von den ersten Spanten.



    Cheers! Angarvater

    Ein kleiner Schritt für mich ( den Bauherrn) , aber ein... ach nee, das hat in etwa mal ein wirklicher Pionier und Reisender am fremden Ort gesagt. Also keinen "Schmalz"

    Das feste Haus Blaustein ist samt seinem Bergfried fertig. Derzeit wird noch darüber gesprochen, wann die Erweiterung zur Burg durch die Errichtung einer Vorburg in Angriff genommen werden wird.

    "Nacht über Blaustein"

    Resümee: hat Spaß gemacht, aber jetzt ist es an der Zeit wieder auf der Werft zu schaffen.


    Angarvater

    Gestern wurde der "Burgberg", der auch das Untergeschoß mit der Küche enthält, fertig.




    Die Felsenpartien wurden für jede Seite einzeln gebaut und dann jeweils nach Fertigstellung an das Grundmodul angesetzt. Das ging problemlos, das die Teile, so wie es aussieht, sehr paßgenau sind. Das "Grünzeug" gefällt mir gut, insbesondere weil es das Ganze als Bild auflockert und etwas lebendiger macht.

    Soweit, so gut, weiter geht es mit dem Bau des Burggebäudes.


    Angarvater

    So, dann kann es ja jetzt mit dem Bericht über den Bau der Burg Blaustein losgehen.

    Es handelt sich um ein Set von Bluebrixx mit 5300 Noppensteinen. Interessant ist für mich, daß sich beim hier abgebildeten ersten Bauwerk um ein "Festes Haus", wie es im 11.Jahrhundert reichsweit gebaut wurde, handelt, und das im Laufe der Zeit schrittweise erweitert wurde. Das kann man auch mit diesem Set machen, indem man den Bergfried, den Saalbau die Vorburg etc, etc nach Lust und Laune, eher nach dem vorhandenen Platz, anbaut. Aber bitte, das sind Zukunftsaufgaben.

    Der Liegeplatz der Golden Hinde bietet Platz um das Material für die Blaustein vorzusortieren.

    Was hier liegt macht etwa ein knappes Fünftel der Gesamtmasse aus.

    Los gehts mit einer sehr soliden Grundplatte und darauf dem Kellergeschoss mit der Küche.

    Das Ganze wird dann mit einer Decke versehen.



    Resümee: es ist natürlich ein ganz anderes Arbeiten, als wenn ich ein Schiffsmodel baue, aber doch recht ansprechend.

    Angarvater

    Die Blaustein ist ein Hammer, aber du brauchst mehr als 1m² Grundfläche und auch gut 1m Höhe aktuell...

    Aga

    Da zumindest für die ersten Ausbaustufen genügend Platz vorhanden ist, liegt jetzt die Packung mit der Burg BLAUSTEIN auf dem Bauplatz.

    Frage: darf man hier auch gelegentlich über den anstehenden Burgbau berichten, oder gibt es dagegen ein Verdict?

    Aye, Mates,

    beide Lampen kamen heute an Bord. Und so sieht das fertige Heck jetzt aus.




    Auf diesem Liegeplatz wird die Witsen wohl längere Zeit bleiben.

    Ein kurzes Resümee. Die Bauzeit betrug durch verschiedene Einflüsse, die hier aber nicht von Relevanz sind, insgesamt dreieinhalb Jahre.

    Die Pläne von Ab Hoving dem Bau zu grunde zu legen war sehr gut. Besonders interessant war es das Heck und den Bug anzufertigen. Spannend war es auch die Takelage zu machen, da hier einiges an Recherche nötig war, da die Baupläne keinen kompletten Takelplan enthalten, was auch in Ordnung ist. Das führte zu intensiven Studien der mir zur Verfügung stehenden Literatur, und auch zu etlichen Suchen im WEB. Auch die mehrfache Betrachtung des Modells der Royal George von 1715 in der Leibniz Uni, Hannover war sehr hilfreich und brachte immer mal wieder Klärung bei offenen Fragen.

    Die Anfertigung der Hecklaternen war sozusagen das Tüpfelchen auf dem I. Um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen mußte ich einige Werkproben machen, was zwar einige Zeit dauerte, aber einige schöne Arbeit ergab.

    Derzeit wird die Werft erstmal aufgeklart, und es soll geklärt werden welches von den Feederschiffen, also ein Boyer oder ein Wide Ship oder, oder, oder sich noch zur Witsen gesellen wird. Bis dahin mache ich erstmal eine Baupause und baue spaßeshalber eine Burg aus Noppensteinen.


    Angarvater


    Cheerio!

    Angarvater

    Vielen Dank für Eure freundlichen Kommentare zum Neubau! So ganz fertig ist die Witsen ja noch nicht. Die Fahnen werden erst Anfang nächster Woche geliefert, und die Hecklaternen zu machen war nicht ganz ohne. Ehe ich dazu komme hier noch ein paar Bilder vom Vorschiff und den Ankern. Sie entstanden, als ich nochmals die Takelage inspizierte.




    Die Hecklaternen sind schon eine etwas knifflige Arbeit. Meistens sind sie sechseckig ( was kein großes Problem darstellt ), nur hatte der Barock die Spielidee die Lampen asymmetrisch, bauchig und dergleichen mehr zu bauen. Glücklicherweise gab es sie auch als "einfache"Sechseckkörper. Gut, so wird das gemacht.

    Es bietet sich an die Leuchtenkörper aus Plexiglas zu machen. Nach einigem Überlegen kam ich auf einen Durchmesser des Lampenkörpers von 14mm Durchmesser und einer Höhe von 17mm. Das sah als Entwurfszeichnung ganz gut aus.

    Aus einem Plexirundstab von 20mmDurchmesser läßt sich sowas mittels der Oberfräse herstellen.

    Also wurde ein circa 40mm Stück auf dem Teilappart eingespannt, um dann mittels eines 3mm Fräsers auf Form gefräst zu werden.

    Sechsecke haben so sympathische 60Grad Winkel, die sich auf dem Teilapparat gut einstellen lassen.

    Also sechsmal rundum Fräsen, dann für die nächste Tour wieder auf 0 Grad, und den Fräser 4mm weiter absenken. bei Plexibearbeitung muß man ein gewisses Gleichgewicht zwischen Drehzahl, Zustellung und Vorschub wahren, da das Material thermoplastisch ist. Es würde also, wenn man nicht aufpaßt, schmelzen. Das gibt dann einige Probleme mit dem Schnitt und dem am Fräser festgeklebtem Material. Aber hier galt auch:

    Ausprobieren und sich langsam an die Sache heranarbeiten.

    Es bot sich an, den oberen Lampenteil auf der Drechselbank zum Lampendeckel zu drehen, und aus dem Rest das untere Lampenteil.


    Was dann kommt ist ein Haufen Spielerei mit Messingprofilen, dünnflüssigen Cyanoacrylatkleber, etwas Messingprofil und Goldfarbe.

    Glücklicherweise, so sieht es jedenfalls auf alten Modellen und Bildern aus, war das Lampenglas kein Klarglas im heutigen Sinne. Ich habe so einen Probekörper mal poliert. Das sah aber irgendwie unpassend aus. Also den alten Trick verwendet, und die matten Scheiben mit höchstflüssigem Kleber benetzt, was dann zur oben zu sehenden Oberfläche führt.

    So, jetzt noch die zweite Lampe bauen, und dann an Bord mit den teilen.


    Cheers Angarvater

    Am liebsten Burg Blaustein. Das ist vor allem eine Frage wo ich sie hinstellen könnte. Wie ich mich kenne würde es nicht beim ersten Modul bleiben. Alternativ kommt auch Schloß Neuschwanstein in Betracht. Wie sagte Franzl: Schaun mer mal😏😁😁

    Das ist für mich der Reiz dieser Modelle. Ich finde, dass die Modelle mit zu vielen abgerundeten und auchsonst geschwungen Teilen irgendwie ein Verrat am System der Klemmbausteine sind. Da bin ich halt absolut konservativgrins1

    Das gilt in sozusagen Gegenrichtung für mich genauso. Mylady hat mir letztes Jahr die Courage, ein Rettungsboot der DGzRS von Bluebrix geschenkt. War interessant das Schiff zu montieren. Nur auf die Frage, ob ich auch die Hermann Marwede bauen will, habe ich gesagt: bestimmt ein guter Bausatz, aber dieses eckige Unterwasserschiff geht bei mir garnicht.😏

    Und nun bin ich in Versuchung so ein Gebäude von Bluebrix zu bauen.

    Ein kleiner Nachtrag zum Bau der Witsen. Und zwar braucht ein Schiff seine Anker. Hier sind sie.

    Diesmal habe ich die Anker aus 5mm Acrylglas gemacht. Da gab es einige Reste vom Bau des Ständers die sich dafür anboten.

    Also: der erste Anker.

    Und das Ganze dann auf Eisen umgetrimmt. Das geht mit Acrylefektlack ganz gut

    Dazu gehört natürlich noch die Ankerboje und dann kann das Ganze an Bord.


    Die Nicolas Witsen hat jetzt ihren Liegeplatz erreicht, und wartet dort noch auf die Hecklaterne und die Flaggen. ansonsten ist das Schiff fertig.

    Cheers!

    Angarvater

    P.S. Kaum war die Helling freigeworden standen noch Reparaturen an zwei alten Modellen an.

    Den Rahsegelschoner "Black Prince" habe ich vor circa 40 Jahren als Baukastenmodell gebaut. Und die Kapitänsgig als Ausprobiermodell der Spantbauweise von GK

    Die Takelage insbesondere der Black Prince mußte dringend überholt werden, da ich bei ihr, als auch bei der Gig Baumwolle und/oder Seidenseile verwendet hatte. Moropes Polyestergarne gab es zur Zeit des Baues der Black Prince noch nicht, oder waren mir noch nicht bekannt.

    Ich war beim Reparieren der Black Prince in Versuchung etliches um- oder nachzuarbeiten, was nach meiner heutigen Kenntnis doch nicht so ganz in Ordnung ist. Das habe ich aber ganz schnell sein lassen. Aus damaliger Sicht habe ich das so gut wie möglich gebaut, und so ein Modell ist eben auch ein Teil einer Entwicklung.



    Die Gig ist auch schon circa 25 Jahre alt, und immer noch eines meiner Lieblingsmodelle unter den Beibooten. Aufgrund der Erfahrung mit der Gig und dem Arbeitsboot von GK habe ich dann bedarfsweise Mallen für diverse Beiboote entwickelt. War auch in diese Technik ein guter Einstieg.


    Angarvater

    Der Höckel hilft da schon etliches weiter, während die anderen Autoritäten doch in etlichen Punkten sich widersprechen oder sich ausschweigen Ich habe den Anderson meistens als Grundlage zum Vergleich mit Mondfeld, Hoving und hilfsweise Kirsch benutzt. nur wo die Läufer auflaufen wird in den meisten Fällen nicht dargestellt.


    Aber wie ich sehe machst du das mit guter Sorgfalt und Überlegung. Kirsch, in „die Galeonen“ weist darauf hin, dass man lange Zeit die Seile der Obertakelungen nicht an Deck bediente, sondern auf den Marsen der Hauptmasten auflaufen ließ, und wohl auch dort bediente. Das habe ich dann bei allen meinen Schiffen des 16. und 17. Jahrhunderts so umgesetzt.

    Bonden Da gebe ich dir recht. Dein Schlachtschiff in 1:48 zu bauen ergäbe schon einen ordentlichen Brocken. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich nach der Agamemnon, in 1:64, mit 1,45m, schon ein ziemliches Teil, an die Kähne in 1:48 gemacht habe. Kleiner und mit vielen für mich schönen Details, wie z.B funktionierenden Blöcken, zu bauen.

    Aber wichtiger: deine Seile machen sich sehr gut in der Takelage, und die Idee mit dem Färben ist große Tennis.