Posts by Angarvater

    Gut, gut, gut. War ja nicht so gemeint. Genauer gesagt kam mir der englische Baronet und der Baron mit dem deutschen Adelssystem durcheinander. 😏Schon korrigiert.

    Albrecht der Dritte war der Sohn des Vaters Albrecht und dessen Vater Albrecht, die die Burg seit ihrer Gründung kommandierten. Diese Regnalzahlen wurden natürlich nur familienintern benutzt. War aber hilfreich, da auch der Urgroßvater des Burgherrn Albrecht geheißen hatte.😉


    P.s. Ursprünglich war das nur eine kleine Fingerübung. Aber nun ja, es könnte jetzt auch was anderes werden. Also habe ich den Text überarbeitet.

    Ein paar Anmerkungen zu Burg Blaustein. Es wird um Gewährung der dichterischen Freiheit gebeten.

    Der Entwurfsverfasser sagte, daß das feste Haus, also die „Grundburg“ in die Zeit Heinrich IV gehört. Sie entspricht in etwa den Burgen, die Heinrich IV insbesondere in Sachsen errichten ließ. Verwaltet wurden sie von Magistralen, also Beamten des Hofdienstes aus dem niederen Adel. Als Burgherr im Namen des Kaisers wurde Albrecht von Blaustein eingesetzt, ohne, daß die Burg ihm als Lehen übertragen wurde.

    Etwa 50Jahre später wurde der Bergfried errichtet, kaum von militärischer Relevanz, aber ein deutliches Symbol der kaiserlichen Macht, die alles andere überragte. Das zur Burg gehörende Territorium war vergrößert worden. Jetzt war Albrecht3. , von Blaustein, als Nachfolger seines Vaters und Großvaters im Namen seines Kaisers mit der Führung und dem Kommando des kaiserlichen Lehens beauftragt

    Einige Jahrzehnte später wurden Blaustein weitere, deutlich größere Ländereien mit etlichen Dörfern, einem Kloster und einer beginnenden Stadtsiedlung zugeschlagen, was zum Bau einer festen Vorburg, und einer Stationierung weiterer Truppen führte.
    Blaustein wurde zur Baronie, und damit wurde Albrecht zum Baron von Blaustein, und sein Sohn und Erbe zum Junker von Blaustein.

    Wiederum etliche Jahre später, Blaustein ist immer noch reichsunmittelbar, werden dem Burgherrn weitere Lehen samt ihren sie leitenden Adligen unterstellt. Damit verbunden wurde die bisherige Baronie zur Grafschaft, und der Herr des Hauses zu Friedrich, Graf von Blaustein.

    Der Hauptort so einer Grafschaft bedarf eines angemessen repräsentativen Zentralbaues. Ergo beschloß das Haus von Blaustein die Errichtung eines Saalbaues.

    Dieser Bauabschnitt steht kurz vor dem Beginn der Baumaßnahmen.

    Aye, Mates.

    Wie heißt es doch ( etwas abgewandelt) einmal Burg Blaustein - immer weiter mit Burg Blaustein.

    Wie es im Mittelalter wohl häufig geschah: ein festes Haus allein macht noch keine richtige Herrschaft, da muß als Nächstes eine massive Vorburg her.

    Heißt also, daß Etliches abgetragen ( Palisaden und Felsen usw) , oder umgesetzt werden muß , (Torhaus und Bäume ). Dann kommt eine ziemlich aufwändige Bauphase, in der man eine neue deutlich größere Grundplatte baut. Darauf kommen dann Haupthaus, Bergfried, Torhaus die neuen Bauabschnitte und der alte Felsuntergrund.

    Das ganze ist sehr stabil, was auch sein muß, da die ganze Konstruktion an die 15 Kilo wiegt, und ja auch noch mal auf ihren künftigen Platz gebracht werden soll.

    Machen wir doch einen kleinen Rundgang um die Baustelle.

    Die Wehrmauer ist mit einem neuen Torhaus (mit Fallgatter) aufgebaut, die Palisaden schließen sich daran an, und werden vom alten Torhaus mit seiner Zugbrücke abgeschlossen. Die Palisade bildet die Rückwand der Schmiede, und trägt das Wohnhaus des Schmiedes.



    Das Fallgatter läst sich im Model mit der Winde aufholen und fallen.




    Das Haus des Schmiedes ist nicht sehr groß ,aber doch für die damaligen Verhältnisse recht komfortabel.


    Frau Schmied hat das neue Haus, sowie das Dach gedeckt war, gleich in Besitz genommen

    Der neue Wachturm vor dem Einbau


    Da fiel mir diese Szene auf: der Junker Gernot hat sich Schwert und Schild seines Vaters genommen und posiert auf dem Wehrgang, während sein Vater Albrecht, Baron Blaustein und sein Mutter, Baronin Aurelia, vom Haupthaus herbeieilen, um dem Spiel ihres Sohnes ein Ende zu machen.


    Nun ja, Blaustein macht schon für einen Taler Staat, auch wenn die Zimmerleute noch das Dach des neuen Torhauses aufzimmern müssen.

    Cheers! Angarvater

    Um die Zeichnung und die Bilder von Ab Hoving hier posten zu können bedarf es einer Freigabe des Verlags Seewatch Books, der Inhaber des Copyrights ist. Das habe ich bei den Amerikanern angefragt. Unproblematisch ist das Posten eines Planes von Chapman, die gemeinfrei sind.

    Hier also ein Riß eines niederländischen Boyers, in Chapmans Jargon als Wyboat bezeichnet.


    Im Gegensatz zu diesem deutlich jüngeren Plan wird das Heck mit der Ruderanlage etwas anders gebaut. Aber das zeige ich, wenn ich beim Bau dorthin gekommen bin.

    Insgesamt kann man hier das bestätigt sehen was Ab Hoving feststellte, nämlich, daß diese Schiffe in der sehr langen Zeit ihrer Verwendung eine deutliche Evolution durchliefen.


    Angarvater

    Aye, Mates!

    Rumpfbau, eigentlich so etwas wie :"the same procedur as every year". Aber andererseits doch immer wieder eine schöne Arbeit aus den Plänen heraus einen dreidimensionalen Rumpf zu machen.

    Stand der Dinge: Alle Spanten, eigentlich ja Schotten, da sie von Bord zu Bord gehen, herauskopieren und aussägen. Das mache ich hauptsächlich mit der Bandsäge, und bei einigen, wenigen Schlitzen mit der Dekupiersäge. Dann den "Innenkiel" auf dem die Schotten montiert werden, fertigen, und dann kommt der erste Probeaufbau.

    Diese Bauteile habe ich aus 5mm Kiefersperrholz gemacht, das lange Zeit zu einer Seitenwand eines Schrankes gehört. 30Jahre eingebaut und 10 Jahre schön trocken gelagert. Das ergibt solide Schotten, einen stabilen Innenkiel usw.



    Kiel ud Steven sind aus 8 x 8mm Vollholz.

    Um die Steven gut auf dem Kiel zu fixieren werden die Stücke mit Propellerleim aufgesetzt. Da der einige Zeit zum aushärten braucht gebe ich an drei Stellen Cyanxoacrylatkleber drauf. Wenn der "gepackt" hat, setze ich in diesem Fall zwei 2,5mm Bohrungen in die Dübel eingetrieben werden.



    Wenn das Gerüst fertig verleimt worden ist ( bis dahin ist aber noch Verschiedenes zu tun) leime ich eine 6 x 1mm Leiste auf den Innenkiel, und darauf den Kiel. So erhalte ich eine ganz brauchbare Sponung für das Planken.

    Diese Bauweise hat mit dem originalen Bau nicht viel zu tun. Aber, ich baue sozusagen die Außenansicht eines Schiffes. Das Sichtbare des Modells soll m.E. dann schon eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Original haben.


    So, jetzt gehts nochmal in die Werft, die hat nämlich, da Tieflage, eine gute Arbeitstemperatur von 21 °Celsius.

    Cheerio!

    Angarvater

    Soeben wurde auf der Werft die Kiellegung eines 68 Fuß Boyer in Angriff genommen.

    Dem Bau liegen wieder die Pläne von Ab Hoving zu grunde.

    Es handelt sich um ein Schiff wie es Senator Witsen 1671 beschrieben hat.Dabei handelt es sich um einen Küstenfrachter und nicht um eine Jacht wie sie in späteren Zeiten aus diesem Schiffstyp entwickelt wurde.

    Sehr robuste und seegängige Schiffe, die nicht nur in den Küsten- und Binnengewässern sondern in ganz Mittel- und Nordeuropa eingesetzt worden sind.

    Da es gerade erst los geht hier nur ein Bild von den ersten Spanten.



    Cheers! Angarvater

    Ein kleiner Schritt für mich ( den Bauherrn) , aber ein... ach nee, das hat in etwa mal ein wirklicher Pionier und Reisender am fremden Ort gesagt. Also keinen "Schmalz"

    Das feste Haus Blaustein ist samt seinem Bergfried fertig. Derzeit wird noch darüber gesprochen, wann die Erweiterung zur Burg durch die Errichtung einer Vorburg in Angriff genommen werden wird.

    "Nacht über Blaustein"

    Resümee: hat Spaß gemacht, aber jetzt ist es an der Zeit wieder auf der Werft zu schaffen.


    Angarvater

    Gestern wurde der "Burgberg", der auch das Untergeschoß mit der Küche enthält, fertig.




    Die Felsenpartien wurden für jede Seite einzeln gebaut und dann jeweils nach Fertigstellung an das Grundmodul angesetzt. Das ging problemlos, das die Teile, so wie es aussieht, sehr paßgenau sind. Das "Grünzeug" gefällt mir gut, insbesondere weil es das Ganze als Bild auflockert und etwas lebendiger macht.

    Soweit, so gut, weiter geht es mit dem Bau des Burggebäudes.


    Angarvater

    So, dann kann es ja jetzt mit dem Bericht über den Bau der Burg Blaustein losgehen.

    Es handelt sich um ein Set von Bluebrixx mit 5300 Noppensteinen. Interessant ist für mich, daß sich beim hier abgebildeten ersten Bauwerk um ein "Festes Haus", wie es im 11.Jahrhundert reichsweit gebaut wurde, handelt, und das im Laufe der Zeit schrittweise erweitert wurde. Das kann man auch mit diesem Set machen, indem man den Bergfried, den Saalbau die Vorburg etc, etc nach Lust und Laune, eher nach dem vorhandenen Platz, anbaut. Aber bitte, das sind Zukunftsaufgaben.

    Der Liegeplatz der Golden Hinde bietet Platz um das Material für die Blaustein vorzusortieren.

    Was hier liegt macht etwa ein knappes Fünftel der Gesamtmasse aus.

    Los gehts mit einer sehr soliden Grundplatte und darauf dem Kellergeschoss mit der Küche.

    Das Ganze wird dann mit einer Decke versehen.



    Resümee: es ist natürlich ein ganz anderes Arbeiten, als wenn ich ein Schiffsmodel baue, aber doch recht ansprechend.

    Angarvater

    Die Blaustein ist ein Hammer, aber du brauchst mehr als 1m² Grundfläche und auch gut 1m Höhe aktuell...

    Aga

    Da zumindest für die ersten Ausbaustufen genügend Platz vorhanden ist, liegt jetzt die Packung mit der Burg BLAUSTEIN auf dem Bauplatz.

    Frage: darf man hier auch gelegentlich über den anstehenden Burgbau berichten, oder gibt es dagegen ein Verdict?

    Aye, Mates,

    beide Lampen kamen heute an Bord. Und so sieht das fertige Heck jetzt aus.




    Auf diesem Liegeplatz wird die Witsen wohl längere Zeit bleiben.

    Ein kurzes Resümee. Die Bauzeit betrug durch verschiedene Einflüsse, die hier aber nicht von Relevanz sind, insgesamt dreieinhalb Jahre.

    Die Pläne von Ab Hoving dem Bau zu grunde zu legen war sehr gut. Besonders interessant war es das Heck und den Bug anzufertigen. Spannend war es auch die Takelage zu machen, da hier einiges an Recherche nötig war, da die Baupläne keinen kompletten Takelplan enthalten, was auch in Ordnung ist. Das führte zu intensiven Studien der mir zur Verfügung stehenden Literatur, und auch zu etlichen Suchen im WEB. Auch die mehrfache Betrachtung des Modells der Royal George von 1715 in der Leibniz Uni, Hannover war sehr hilfreich und brachte immer mal wieder Klärung bei offenen Fragen.

    Die Anfertigung der Hecklaternen war sozusagen das Tüpfelchen auf dem I. Um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen mußte ich einige Werkproben machen, was zwar einige Zeit dauerte, aber einige schöne Arbeit ergab.

    Derzeit wird die Werft erstmal aufgeklart, und es soll geklärt werden welches von den Feederschiffen, also ein Boyer oder ein Wide Ship oder, oder, oder sich noch zur Witsen gesellen wird. Bis dahin mache ich erstmal eine Baupause und baue spaßeshalber eine Burg aus Noppensteinen.


    Angarvater


    Cheerio!

    Angarvater

    Vielen Dank für Eure freundlichen Kommentare zum Neubau! So ganz fertig ist die Witsen ja noch nicht. Die Fahnen werden erst Anfang nächster Woche geliefert, und die Hecklaternen zu machen war nicht ganz ohne. Ehe ich dazu komme hier noch ein paar Bilder vom Vorschiff und den Ankern. Sie entstanden, als ich nochmals die Takelage inspizierte.




    Die Hecklaternen sind schon eine etwas knifflige Arbeit. Meistens sind sie sechseckig ( was kein großes Problem darstellt ), nur hatte der Barock die Spielidee die Lampen asymmetrisch, bauchig und dergleichen mehr zu bauen. Glücklicherweise gab es sie auch als "einfache"Sechseckkörper. Gut, so wird das gemacht.

    Es bietet sich an die Leuchtenkörper aus Plexiglas zu machen. Nach einigem Überlegen kam ich auf einen Durchmesser des Lampenkörpers von 14mm Durchmesser und einer Höhe von 17mm. Das sah als Entwurfszeichnung ganz gut aus.

    Aus einem Plexirundstab von 20mmDurchmesser läßt sich sowas mittels der Oberfräse herstellen.

    Also wurde ein circa 40mm Stück auf dem Teilappart eingespannt, um dann mittels eines 3mm Fräsers auf Form gefräst zu werden.

    Sechsecke haben so sympathische 60Grad Winkel, die sich auf dem Teilapparat gut einstellen lassen.

    Also sechsmal rundum Fräsen, dann für die nächste Tour wieder auf 0 Grad, und den Fräser 4mm weiter absenken. bei Plexibearbeitung muß man ein gewisses Gleichgewicht zwischen Drehzahl, Zustellung und Vorschub wahren, da das Material thermoplastisch ist. Es würde also, wenn man nicht aufpaßt, schmelzen. Das gibt dann einige Probleme mit dem Schnitt und dem am Fräser festgeklebtem Material. Aber hier galt auch:

    Ausprobieren und sich langsam an die Sache heranarbeiten.

    Es bot sich an, den oberen Lampenteil auf der Drechselbank zum Lampendeckel zu drehen, und aus dem Rest das untere Lampenteil.


    Was dann kommt ist ein Haufen Spielerei mit Messingprofilen, dünnflüssigen Cyanoacrylatkleber, etwas Messingprofil und Goldfarbe.

    Glücklicherweise, so sieht es jedenfalls auf alten Modellen und Bildern aus, war das Lampenglas kein Klarglas im heutigen Sinne. Ich habe so einen Probekörper mal poliert. Das sah aber irgendwie unpassend aus. Also den alten Trick verwendet, und die matten Scheiben mit höchstflüssigem Kleber benetzt, was dann zur oben zu sehenden Oberfläche führt.

    So, jetzt noch die zweite Lampe bauen, und dann an Bord mit den teilen.


    Cheers Angarvater

    Am liebsten Burg Blaustein. Das ist vor allem eine Frage wo ich sie hinstellen könnte. Wie ich mich kenne würde es nicht beim ersten Modul bleiben. Alternativ kommt auch Schloß Neuschwanstein in Betracht. Wie sagte Franzl: Schaun mer mal😏😁😁