Vielen Dank für Eure freundlichen Kommentare zum Neubau! So ganz fertig ist die Witsen ja noch nicht. Die Fahnen werden erst Anfang nächster Woche geliefert, und die Hecklaternen zu machen war nicht ganz ohne. Ehe ich dazu komme hier noch ein paar Bilder vom Vorschiff und den Ankern. Sie entstanden, als ich nochmals die Takelage inspizierte.



Die Hecklaternen sind schon eine etwas knifflige Arbeit. Meistens sind sie sechseckig ( was kein großes Problem darstellt ), nur hatte der Barock die Spielidee die Lampen asymmetrisch, bauchig und dergleichen mehr zu bauen. Glücklicherweise gab es sie auch als "einfache"Sechseckkörper. Gut, so wird das gemacht.
Es bietet sich an die Leuchtenkörper aus Plexiglas zu machen. Nach einigem Überlegen kam ich auf einen Durchmesser des Lampenkörpers von 14mm Durchmesser und einer Höhe von 17mm. Das sah als Entwurfszeichnung ganz gut aus.
Aus einem Plexirundstab von 20mmDurchmesser läßt sich sowas mittels der Oberfräse herstellen.
Also wurde ein circa 40mm Stück auf dem Teilappart eingespannt, um dann mittels eines 3mm Fräsers auf Form gefräst zu werden.

Sechsecke habe so sympathische 60Grad Winkel, die sich auf dem Teilapparat gut einstellen lassen.

Also sechsmal rundum Fräsen, dann für die nächste Tour wieder auf 0 Grad, und den Fräser 4mm weiter absenken. bei Plexibearbeitung muß man ein gewisses Gleichgewicht zwischen Drehzahl Zustellung und Vorschub wahren, da das Material thermoplastisch ist. Es würde also, wenn man nicht aufpaßt, schmelzen. Das gibt dann einige Probleme mit dem Schnitt und dem am Fräser festgeklebtem Material. Aber hier galt auch:
Ausprobieren und sich langsam an die Sache heranarbeiten.

Es bot sich an, den oberen Lampenteil auf der Drechselbank zum Lampendeckel zu drehen, und aus dem Rest das untere Lampenteil.

Was dann kommt ist ein Haufen Spielerei mit Messingprofilen, dünnflüssigen Cyanoacrylatkleber, etwas Messingprofil und Goldfarbe.

Glücklicherweise, so sieht es jedenfalls auf alten Modellen und Bildern aus, war das Lampenglas kein Klarglas im heutigen Sinne. Ich habe so einen Probekörper mal poliert. Das sah aber irgendwie unpassend aus. Also den alten Trick verwendet, und die matten Scheiben mit höchstflüssigem Kleber benetzt, was dann zur oben zu sehenden Oberfläche führt.
So, jetzt noch die zweite Lampe bauen, und dann an Bord mit den teilen.
Cheers Angarvater