Posts by AnobiumPunctatum

    Bau des Spantgerüsts -Teil 4

    Da das Wetter in Amsterdam nicht besonders gut war, habe ich viel Zeit mit meinem Papagei verbracht.

    Nachdem alle Spanten unter der ersten Quersausteifung mit Balsaholz versärkt worden waren, habe ich den Rumpf ein erstes Mal grob geschliffen.
    An zwei drei Stellen haben ich die schwarze Farbe schon weggeschliffen. Ohne die die farbliche Unterstützung hätte ich mir mit Sicherheit eine Delle in den Rumpf gearbeitet.

    Da es draußen immer noch ausgiebig regnet, bleibt viel Zeit, um mit dem Auffüllen fortzufahren. Heute habe ich die Verfüllung der unteren Eben fertiggestellt. Hoffentlich ist nächste Woche das Wetter besser, damit ich auf dem Balkon schleifen kann

    Als nächstes wird der Rumpf in der nächsten Ebene ausgesteift. Hierbei muss ich den richtigen Sitz der Spanten mit der unteren Deckslage prüfen.

    Ich freue mich schon jetzt darauf, anschließend mit dem Kartonbau fortfahren zu können.

    Bau des Spantgerüsts -Teil 3


    Als nächstes wurde das Heck vervollständigt und alle sinchtbaren Kanten des Spantgerüsts schwarz eingefärbt. Mit diesem kleinen Trick kann ich beim Straken des Rumpfes gut erkennen, dass ich nicht versehentlich zu viel wegschleife.

    Um sicher zu gehen, dass ich bei den folgenden Bauschritten, keine Überraschung erlebe, da ein Detail, welches wichtig ist, in der Bauanleitung nicht erwähnt wird, folgt immer wieder ein Probe-Anpassen mit den vorbereiteten Bauteilen. Hierbei habe ich dann auch festgestellt, dass dass ich das untere Deckteil und die Kanten der Fenster und Türen vor dem Einbau der folgenden Teile bemalen sollte, um weiße Stellen zu vermeiden. Es wäre schön, wenn die Bauanleitung auf diese Dinge hinweisen würde.

    Bei meinem ersten Versuch mit Karton hatte ich die dünne im Bausatz vorgesehene Papierlage direkt auf die Spanten geklebt. Diese Vorgehensweise hat bei mir zu reichlich Sinkstellen, Spachteln, noch mehr Sinkstellen und reichlich Frust geführt.

    Um die Probleme zu vermeiden, habe ich angefangen, die Zwischenräume der Spanten mit Balsaholz aufzufüllen. Zuerst werden senkrechte Teile eingeklebt und dann die verbleibende Lücke mit waagerechten Teilen aufgefüllt. Die senkrechten Teile sorgen dafür, dass sich die Spanten nicht mehr verbiegen können.

    Mit einer ähnlichen Vorgehensweise habe ich bei Holzmodellen sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn alles funktioniert, werde ich den Rumpf gar nicht oder nur sehr wenig spachteln müssen.

    Generell gibt es Lasercutmodelle nicht nur aus Papier/Karton sondern auch aus Holz.
    Im Kartonbereich sind Lasercutmodelle "Weißmodelle", die bemalt werden müssen. Dafür erspart man sich das Ausscheiden der Bauteile aus dem Bogen. Bei klassischen Modellen ist die Farbe aufgedruckt, dafür muss man die Bauteile ausschneiden.
    Mir persönlich gefällt die Farbgebung gerade der älteren historischen Kartonmodelle nicht, daher habe ich mich für die Variante der Bemalung entschieden. Beim Bemalen des Modells kann ich wunderbar entspannen.

    Welches Schiff möchtest Du darstellen? Die Utrecht, wie sie heute über das Ijsselmeer segelt oder das Vorbild aus dem 18. Jh.; bei letzterem würde ich die Webleinen einflechten.

    Auch muss nicht immer richtig sein, was man sieht. Ich habe im Sommerurlaub den Nachbau der Bremer Kogge "Ubena" in Cuxhaven gesehen. Dort hatte man auch Webleinen eingewebt, was historisch falsch ist. Auf meine Frage warum, antwortete mir die Crew - dass da vielen Besuchern gefällt ;(

    Danke Euch.

    Ein letztes Bild konnte ich Euch gestern Abend nicht mehr zeigen, da die Farbe noch nicht ganz trocken war. Ich habe die drei Decks aus demBogen getrennt und lose auf das Spantgerüst aufgelegt. Ein großer Vorteil von Papier gegenüber Kuststoff ist die deutlich kürzere Trocknungszeit der Farben.

    Als nächstes werde ich nun das Spantgerüst vervollständigen und die Zwischenräume wie beschrieben auffüllen.

    Bemalung des Decks

    In diesem Beitrag möchte ich meine Technik zur Bemalung des Modells mit Acryl und Ölfarben vorstellen. Ich verwende hierzu nicht die Farben, die dem Bausatz beiliegen, sondern Acryl und Ölfarben von Schmincke - Farben anderer Hersteller incl. der dem Bausatz beiliegenden Farben sollten genauso funktionieren; ich verwende die Farben dieses Herstellers schon seit Jahren und kann daher die Verdünnung gut abschätzen.
    Da sich Bereiche, in denen Ölfarbe verwendet wird, später nicht mehr gut verkleben lassen, werden diese mit Tamiya Tape (aus dem Plastikmodellbaubereich abgeklebt) Normalerweise lassen sich diese auch von Papier rückstandsfrei entfernen - wie auf dem letzten Bild zu sehen ist, hat es dieses Mal nicht an allen Stellen funktioniert. Ich vermute, dass Wasser oder Verdünnung die obere Papierschicht angelöst haben. Da später ein anderes Bauteil aufgeklebt wird, ist der Fehler kein Problem.

    Zur Bemalung verwende ich gerne eine Nasspalette. Bei mir besteht sie aus einer alten Blisterverpackung, in die zwei gut durchnässte Blätter von einer Haushaltsrolle gelegt werden.

    Als erstes wird das Deck lasierend mit Acrylfarbe Sand (Schnincke 23660) gestrichen. Nach dem Trocknen -die Farbe benötigt nur wenige Minuten; wer es eilig hat, kann einen Fön zur Hilfe nehmen- werden die Decks noch einmal mit stark verdünnter Acrylfarbe Umbra natur (Schmincke 13677).

    Im letzten Schritt werden die Decks mit verdünnter Ölfarbe Umbra natur hell (Schmincke Mussini 670)gestrichen. Ich verwende hierzu einen kurzhaarigen Pinsel, damit die "Maserung" sichtbar bleibt. Gerade bei diesem Schritt ist es wichtig, dass immer in Längsrichtung der Beplankung gemalt wird. Wenn einem eine Stelle zu dunkel gerät, kann man
    die Ölfarbe vorsichtig mit etwas Verdünnung (Schmicke Diluent N) anlösen und weitere Ölfarbe abtragen. Das nächste Bild zeigt die fertig gemalten Decks.

    Das letzte Bild zeigt das Hauptdeck nach Entfernen der Klebestreifen. Die richtige Wirkung sieht man erst wenn die einzelnen Decks aus dem Bogen getrennt werden. Aber bis dahin müsst ihr Euch noch etwas gedulden ;)


    P.S. Die Bemalung der Decks hat heute Abend etwa 1.5 Stunden gedauert.

    Was' denn hier los. Da ist der Kiel noch nicht fertig gelegt, da kriegen sich die Hilfsarbeiter schon in die Wolle? Ich glaube, die Herren haben etwas zu viel Energie. Ich deute das als freiwillige Meldung für Überstunden - natürlich unbezahlt! Die Werft soll ja schließlich etwas verdienen. :Pirat3:

    Und jetzt los und Teer gekocht.

    P.S. Vielen Dank für Euer Interesse an meinem kleinen Projekt

    Bau des Spantgerüst, Teil 2

    Das Spantgerüst ist soweit fertig; auch die Bereiche, in denen später
    ein Einblick duch Stückpforten oder Türen möglich ist, wurde schwarz
    gestrichen.

    Wie man auf dem Makro des Bugbereichs sehen kann, ist das Straken des
    Spantgerüsts unerlässlich. Ich glaube nicht, dass ich ohne diese Arbeit
    einen Rumpf ohne Knicke hinbekomme.


    Als ich das Bild auf meinem Monitor gesehen habe, musste ich direkt noch
    einmal nachsehen, ob ich wirklich so unsauber gearbeitet habe. Es
    handelt sich nur um minimale Abweichungen im 2/10mm Bereich - puh Glück
    gehabt.


    Zum Schluß noch eine Frage: kann mir jemand von Euch sagen, wo die
    beiden Teile "a" hinkommen? Ich kann sie in der Anleitung nicht finden.


    Bevor ich weiter bauen kann, muss ich erst die Decksbereiche streichen.
    Ich glaube, dass dieser Schritt leichter durchzuführen ist, bevor diese
    aus dem Bogen gelöst werden.

    Bau des Spantgerüst

    Nach Abschluß meiner Farbtests habe ich angefangen, das Spantgerüst zusammen zu bauen.

    Hierbei sind mir direkt zwei kleine Fehler aufgefallen:

    • Die Bauteile CL und CP haben eine "Nase"; Spant III fehlt jedoch die entsprechende Aussparung. Da die Bauteile auf zwei Verstärkungen aufliegen, ist es am einfachsten die Nasen abzuschneiden.
    • Die Aussparungen an Spant IV und am Mittelbrett sind zu lang. Es ist einfacher erst die Spanten V und VI einzubauen und anschließend mit der waagerechten Aussteifung die richtige Höhe von Spant IV einzustellen.

    Warum einige Spanten durch das Zusammenkleben von 2 Teilen hergestellt werden müssen, kann ich nicht nachvollziehen. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich aus Balsaholz eine kleine Helling gebaut, um die Bauteile auszurichten.

    Die beiden letzten Bilder zeigen den aktuellen Bauzustand des Spantgerüsts

    Vorbemerkungen

    Nach der Information auf der Webseite von Shipyard war die Papegojan ein
    Schiff holländischer Bauart, welches 1623 von Schweden gekauft wurde.
    1627 nahm sie an der Seeschlacht von Oliwa in der Danziger Bucht teil.

    Weitere Informationen zum Original habe ich bei einer kurzen Recherche
    im Internet nicht gefunden. Da mein erster Versuch, ein historisches
    Schiffsmodell aus Papier zu bauen, vor einigen Jahren gescheitert ist,
    werde ich mein Augenmerk weniger auf die historische Genauigkeit als auf
    den Bau und den für mich neuen Werkstoff Papier/Karton legen.

    Eine Vorstellung des Bausatzes findet sich auf Modellmarine.

    Ich weiß nicht wie Bauanleitungen bei Kartonmodellen normalerweise
    aufgebaut sind, die vorliegende finde wenig gelungen um nicht zu sagen
    mangelhaft. Gerade bei Einsteigern in das Hobby -wie mir- bleiben viele
    Fragen offen. Einige Bauabschnitte werden gar nicht beschrieben und man
    wundert sich, wie die Erbauer vorgegangen sind. Die Angaben zur Takelage
    sind absolut unzureichend. Hier muss man zusätzliche Informationen
    suchen, um nicht frustriert abzubrechen. In meinem Fundus finden sich
    einige Pläne niederländischer Schiffe der Epoche, die ich zu Rate ziehen
    kann.